Ein Fraß für die Tiere

Hallo liebe Leser,

als Apettithappen möchten wir Ihnen einen kurzen Textausschnitt aus „Die Geier von Wahpeton“ von Robert E. Howard präsentieren, der die Hauptperson der Geschichte äußerst treffend charakterisiert.

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Der Roman ist in unserer Kult-Reihe erhältlich. Im April erschienen dort zwei weitere Howard-Bände, die schon jetzt vorbestellbar sind.

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Doch nun zu der versprochenen Leseprobe:

„Ich nehme seine Kanone und sein Pferd mit“, schlug Corcoran vor, „und schicke sie nach Texas zu seinen Leuten.“
„Und die Leiche?“
„Zur Hölle, sollen sich die Aasfresser darum kümmern.“
„Nein, nein“, protestierte Middleton. „Wir sollten sie zumindest mit Steinen und Ästen bedecken.“
Corcoran zuckte mit den Schultern. Seine Abgebrühtheit beruhte nicht auf Rachsucht. Sein Groll auf den blonden jungen Mann erstreckte sich nicht über dessen Tod hinaus. Wie alle in seiner Familie konnte er so ausdauernd und gnadenlos hassen wie ein Indianer oder ein stolzer Spanier. Dem leblosen Körper auf der Erde gegenüber waren seine Gefühle jedoch erloschen. Er sah einfach keinen Sinn in einer, seiner Meinung nach, unnützen Arbeit. Für sich persönlich erwartete er schließlich auch nichts anderes, als selbst eines Tages niedergestreckt als Fraß für die Tiere zu enden. Die Vorstellung von seiner eigenen Leiche berührte ihn ebenso wenig wie der Anblick eines getöteten Feindes. Seine Auffassung über den Tod glich in ihrer natürlichen Ursprünglichkeit der eines Heiden. Der Körper eines Menschen war für ihn nichts weiter als ein gewöhnlicher Kadaver, der verfaulte und in die Erde zurückkehrte, aus der er einst entstammte.

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